„The Cast Whale Project“ – Ein Wal strandet im Dom zu Xanten
Kunstinstallation vom 22. Februar bis zum 22. März in St. Viktor
Besucherinnen und Besucher des Doms St. Viktor erwartet vom 22. Februar bis 22. März ein ungewöhnlicher Anblick: die 14 Meter lange Skulptur eines Buckelwals. Das Kunstwerk des israelischen Künstlers Gil Shachar zeigt den Abguss eines lebensgroßen Wals, der 2018 am Strand von Lambert’s Bay in Südafrika angespült worden war. Ein Kunstwerk, das mit dem besonderen Veranstaltungsort in Verbindung tritt. Gleichzeitig wird die Skulptur zum Botschafter einer geschundenen Natur und Kreatur und dafür, wie wir Menschen mit unserer Erde und ihrer Schöpfung umgehen.
Akustisch umrahmt wird die Installation von John Cages „Litany for the Whale“ - einem archaischen Gesangstück für zwei Solostimmen, das sowohl an Wal- als auch an Gregorianische Gesänge erinnert.
Zur Ausstellungseröffnung am 22. Februar laden wir Sie herzlich ein. Sie beginnt um 11.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Xantener Dom mit Weihbischof Rolf Lohmann. Danach wird Dr. Stephan Mann, Direktor des Museums Goch, in das Werk einführen. Im Anschluss stehen der Künstler wie auch die Projektverantwortlichen und Weihbischof Lohmann Ihnen gerne für Interviews zur Verfügung.
Auf den Punkt gebracht
Was: Eröffnung der Kunstinstallation The Cast Whale Project Xanten 2026
Wann: Sonntag, 22. Februar 2026 | 11:30 Uhr
Wo: Dom St. Viktor | Kapitel 8, 46509 Xanten
Kurzfilme zum The Cast Whale Project ( siehe Spalte rechts!)
- Vom gestrandeten Wal zum Kunstwerk
Der Kurzfilm zeigt eindrücklich, wie der Künstler Gil Shachar und sein Team aus einem vor Südafrika gestrandeten Wal die Kunstinstallation „The Cast Whale Project“ geschaffen haben: https://youtu.be/tTwBq4u7Mk4
- Wie aus einem Traum Wirklichkeit wurde
Der israelische Künstler Gil Shachar berichtet in dem Film, wie es zu der Idee und Umsetzung seiner Kunstinstallation gekommen ist: https://youtu.be/PAlpaELRsAk - Warum, wieso, weshalb ein Wal im Xantener Dom strandet
Die Mitglieder aus dem Projektteam Thorsten Funke, Leiter des Berufskollegs Placidahaus, Xanten und Michael Lemkens, Leiter der Xantener Marienschule, erzählen zusammen mit Weihbischof Rolf Lohmann, dem Schirmherrn des Kunstprojekts, wie es dazu gekommen ist, dass ein Wal im Xantener Dom strandet: https://youtu.be/b8gtys91Tkw
Statements
Künstler Gil Shachar
Die Idee zu seinem Wal-Projekt ist ihm Traum gekommen. „Ich habe von einem gestrandeten Wal geträumt. Und wie ich diesen abformte und daraus eine Skulptur machte.“ „Man steht davor und man ist sprachlos.“ „Die Skulptur wirkt in jedem Raum anders. In diesem Dom ist die Wirkung sehr eindrucksvoll.“ Und: „Die erste physisch-psychische Begegnung der Menschen mit der Skulptur ist ein magischer Augenblick, noch ehe man versucht ist, zu begreifen, einzuordnen und zu interpretieren. Man wird still und steht staunend davor.“ Die Skulptur sei dabei kein naturwissenschaftliches Objekt, sondern ein Kunstwerk, „das mit dem Kirchenraum in Verbindung tritt“.
Weihbischof Rolf Lohmann, Schirmherr der Kunstinstallation
„Mit diesem gestrandeten, toten Tier haben wir im Grunde genommen die ganze Botschaft von Tod und Auferstehung plastisch vor uns. Es ist nicht zufällig, dass die Kunstinstallation während der Fastenzeit im Xantener Dom stattfindet. Sie soll dazu anregen, die Frage von Schöpfungsverantwortung, von Klimagerechtigkeit in den Blick zu rücken.“ Lohmann hofft, „dass dieses Zeichen des Wales zu einer starken Diskussion und zu einem starken Miteinander führt.“
Thorsten Funke, Leiter des Berufskollegs Placidahaus, Xanten
„Wir wollten mit dem Wal-Projekt einen Impuls setzen in den pastoralen Raum, die Stadtgesellschaft und möglicherweise darüber hinaus. Der Wal als Kunstwerk kann dazu einen sehr schönen, dialogischen Impuls liefern.“ Gleichzeitig hebt Funke hervor, dass rund um den Wal ein „buntes und vielfältiges Programm“ entwickelt wurde. „Von einer Podiumsdiskussion, über einen literarischen und musikalischen Abend bis zum Quiz am Wal ist alles dabei, sodass jede und jeder, der sich für den Wal und das Kunstwerk interessiert, gute Gründe hat, sich den Wal hier anzuschauen.“
Michael Lemkens, Leiter der Xantener Marienschule
„Die Menschen sollen die Gelegenheit erhalten, den Dom einmal auf eine ganz andere, eindrucksvolle Weise erfahren zu können.“ Beeindruckt zeigt er sich von der Kreativität, die sich um das Wal-Projekt entwickelt hat. „Ich bin überwältigt davon, wie viele gute Ideen in den Schulen, in den Kindergärten, in den Einrichtungen rund um den Dom entwickelt werden und schon worden sind.“ So haben Marienschülerinnen im vergangenen Schuljahr ein Fresko gemalt, das an der Außenmauer des Doms zu sehen ist. Während der Ausstellung finden in den Schulen weitere Projektwochen statt.
Zur Info
Die Kunstinstallation wird von den Bildungsreinrichtungen in Trägerschaft der Propsteigemeinde St. Viktor (Kita-Verbund, Marienschule Xanten und Berufskolleg Placidahaus Xanten), dem Sachgebiet Jugendpastoral des Bistums Münster und der Propsteigemeinde St. Viktor veranstaltet und in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gil Shachar und weiteren Kooperationspartnern (Bistum Münster, LEADER-Region Niederrhein, Landwirtschaftsministerium NRW, EU) getragen.